2017-04-18

Unsere Galeria

Unsere angehenden Grafikdesignerinnen und -designer beschäftigen während ihrer Ausbildung auch mit Aktzeichnen und die Werke es 1. Jahrgangs sind derzeit in unserer Galeria ausgestellt.


Warum das für zukünftige Grafikdesignerinnen und - designer wichtig ist, erklärt uns Alexander Strohmaier, Dozent für Zeichnung und Illustration: 


»Akt- (und Portraitzeichnen) gilt als die höchste Disziplin der Naturstudien. Zu erlernen sind die Anatomie, der richtige Aufbau und die Formen des menschlichen Körpers.


Die Formen des menschlichen Körpers sind schwer erfassbar, da es nur wenige deutliche Punkte gib, an denen man sich »festhalten« kann.


Wir kennen nichts so gut wie unseren Körper, da wir ihn beinahe täglich im Spiegel sehen. So sieht eine gezeichnete Linie oder Form schnell falsch aus. Außerdem muss ein dreidimensionales Objekt auf ein eindimensionales Medium gebracht werden, was die Sache nicht leichter macht. Ein gutes Auge und eine hohe Fingerfertigkeit beim Zeichnen verlangen viel Übung. 


Durch wiederholtes Abzeichnen (und Radieren), viel »Hinschauen« und Abmessen, lernen die Studierenden den menschlichen Körper auf Papier (und später auch auf den Bildschirm) zu bringen. Wie man in der Ausstellung sehen kann, geben manche dem Ganzen noch eine künstlerische Note und schießen somit über das Ziel der nüchternen Darstellung hinaus.


Aktzeichnen ist auch eine gute Kompositionsübung. Wie stelle ich ein Objekt angenehm-harmonisch, richtig »sitzend« oder spannend in den Raum?


Das »Beherrschen« der menschlichen Figur ist ein essentieller Grundbestandteil für Icons, Logos, Vignette, Characterdesign, Storyboard und Werbeillustration allgemein.


Da sind wichtige Elemente in der Welt des Grafikdesign, die auf Kenntnissen von Aktzeichnen aufbauen. Aktzeichnen ist daher ein unverzichtbarer Bestandteil des Unterrichts und wird im 1. Semester des Fachlehrgangs für Grafikdesign unterrichtet.«


Die Zeichnungen des 1. Jahrgangs sind derzeit in unserer Galeria im ersten Stock zu sehen.